HYBRID WORK: Welche Gründe für hybride Arbeitsmodelle sprechen

Darum ist hybrides Arbeiten voll im Kommen. Auch jenseits der Pandemie.

Autor: Marcel Hörmann, officeMEDIA Wien

Spätestens seit zwei Jahren kursieren Begrifflichkeiten der neuen Bildungs- und Arbeitswelt durch die Weiten der bekannten Medien. Wörter wie „Distance Learning“, „Remote“ und „Hybrid Work“ finden sich nun nicht nur mehr auf einschlägigen Blogs oder in Fachzeitschriften wieder, sie haben mittlerweile Einzug in den Mainstream gefunden. Für viele könnten diese Begriffe unter einem Einzigen zusammengefasst werden. Einem Deckmantel, unter den scheinbar alle Szenarien Platz finden: Home Office. Doch Hybrid Work ist mehr, als nur von zu Hause aus zu arbeiten.

Hybrides Arbeiten

Hybrid Work Definition: Was ist hybride Arbeit?

Das Ziel der hybriden Arbeit ist nicht einfach das vermehrte Fernbleiben. Hybrid Work umfasst die Wahl, also flexibel entscheiden zu können, wo und wann gearbeitet wird. Hybrid Work kombiniert die Vorteile der Arbeit im Büro, mit mobilen und „halbmobilen“ Arbeitsformen. Das moderne Unternehmensbüro entwickelt sich dabei immer mehr in Richtung Smart Office – ein kreatives Zentrum, technologisch am Puls der Zeit.

Das Modell der Hybridität vereint sozusagen vorher getrennte Systeme: Arbeit und Privatleben. So soll der Wunsch nach individueller Autonomie in ein neues Licht gerückt werden. Denn der Schrei nach der Work-Life-Balance ist in den letzten Jahren keinesfalls verebbt. In gewissen Momenten der Resignation auf Grund der Einschränkungen einer globalen Pandemie vielleicht etwas leiser geworden, aber keinesfalls verebbt. Und die Distanz von vier Wellen, auf Grund derer sich mancher seiner selbst bewusster geworden ist, verstärk den Schrei nach freier Wahl. Und die Lösung scheint in der Hybridität zu liegen.

Büro und Home Office sind gleichermaßen gefragt

Individuelle Bedürfnisse zählen mehr denn je. Für viele ist das Büro nach wie vor der designierte Platz und die zwischenmenschliche Kommunikation der Fels in der Brandung.

Gründe für die gespaltenen Meinungen zu Home Office & Remote Work gibt es wie Sand am Meer: langsames Internet, veraltete Ausstattung, zu wenig Platz, laute Nachbarn. Der entscheidende Begriff ist jener der Individualität. Viele sind nicht alle. Der designierte Platz und die zwischenmenschliche Kommunikation können sich vom Felsen schnell in eine Schlinge um den Hals verwandeln. So können sich extrovertierte Menschen im Home Office ausgeschlossen fühlen und introvertierten im Büro die Decke auf den Kopf fallen.

Hybrides Arbeiten schafft – richtig geplant – mit individuellen Bedürfnissen im selben Atemzug auch Chancengleichheit.

Kontrolle ist kein Argument mehr

Eine große Sorge der Führungskräfte liegt im scheinbaren Kontrollverlust. Wie kann man sichergehen, dass die Menschen arbeiten, wenn man ihnen nicht mehr über die Schulter schauen kann? Die Erfahrung zeigt, es kann auch im Büro zwecks Privatvergnügen gesurft werden. Vertrauen ist besser – doch der Arbeitsort ist dabei nicht ausschlaggebend. Die Sorge ist natürlich nachvollziehbar. Führungskräfte, wie es der Name schon sagt, haben die Aufgabe dafür zu sorgen, dass alle ihre Arbeit machen. Sie müssen jedoch auch mit gutem Beispiel vorangehen, sie müssen führen. Und Vertrauen schafft hierbei die beste Basis.

In einer Zeit, in der individuelle Bedürfnisse zum ersten Mal tatsächlich anerkannt werden, hat ein Drang, alles und jeden zu kontrollieren, keinen Platz mehr. Studien zur Produktivität hybrider Arbeit gibt es zuhauf, hier aktuelle Beispiele:

  • „The New Workplace Reality“ (Comfy & Enlightened, 2021) sieht Hybrid Work als die Zukunft und Produktivitätssteigerung als Hauptanliegen von Führungskräften
  • „The Future is Hybrid“ (Shiftcollective, 2021) stellt u.a. die These auf, dass Remote Work die Produktivität steigert, aber auch Risiken mit sich bringt – das Büro bleibt essenzieller Ort für Kreativität und Kollaboration

 

Es gilt das Vertrauen in die Befähigung einzelner zu stärken, um so ein attraktives und nachhaltiges Umfeld zu schaffen. In moderne und intelligente Arbeitskulturen zu investieren, sichert die Wettbewerbsfähigkeit und steigert die wirtschaftliche Wertschöpfung des Unternehmens. So tritt genau das Gegenteil ein, wovor sich Personalabteilungen und Führungskräfte fürchten.

Hybrid Work: Die Technologien stehen bereits zur Verfügung

Die Realität virtueller Meetings ist bereits jedem bekannt. Schon vor zehn Jahren wurden Universitätsvorlesungen aufgezeichnet, die flexibel gestreamt werden konnten. Hybridität ist nichts Neues, aber sie kommt (heute und in Zukunft) nun vermehrt zum Einsatz. Die Tools sind schon lange da, es gilt sie nur intelligent zu nutzen. Nur weil Teamwork-Apps wie Zoom, Google Meet, Miro und Microsoft Teams (um ein paar zu nennen) zur Verfügung stehen, heißt das nicht, dass auch jeder Gedanke in einem virtuellen Meeting besprochen werden muss. Dies ist nicht Sinn und Zweck hybrider Arbeit. Ein Mail reicht oft aus.

Der Gedanke an Hybridität wird meist mit Videokonferenzen verbunden. Dort fängt das Modell vielleicht an, hört aber keinesfalls auf. Ein wichtiger Spieler sind Kollaborationstools, Plattformen, auf die mehrere gleichzeitig zugreifen und diese bearbeiten können. Als Beispiele, Miro und Monday.com. Diese kollaborativen Werkzeuge verkörpern den Gedanken der hybriden Arbeit und können selbst von unterwegs, dank mobiler Versionen, genutzt werden.

Der ausschlaggebende Faktor ist, wie gesagt, die intelligente Nutzung dieser Möglichkeiten. Wie diese unterstützenden Technologien eingesetzt werden, obliegt natürlich jedem selbst.

Fazit: Nicht alles muss online sein, nicht alles muss im Büro stattfinden. Es gilt die goldene Mitte zu finden und „situationselastisch“ die Wahlmöglichkeit zu haben. Das ist der Kern hybrider Arbeitsmodelle.

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